Gegründet wurde das ESSENER BÜRGER BÜNDNIS am 3. März 2004. Gründervater ist der ehemalige Beigeordnete der Stadt Essen Udo Bayer. Fast zwei Jahrzehnte verheerender Schuldenpolitik und Misswirtschaft des städtischen Parteien- und Verwaltungsapparates hatten Essen in ein dramatisches Finanzdebakel geführt. Es galt, den drohenden Finanzkollaps durch einen Politikwechsel zu verhindern und die Aushebelung der kommunalen Demokratie durch eine externe Zwangsverwaltung abzuwenden. Wir wollten den Bürgern die Stadt zurückgeben, d.h. die Stadtfinanzen umfassend sanieren, eine Schuldenbremse verankern, die horrenden Schulden abbauen und damit eine zukunftsorientierte Politik der nachhaltigen Solidität und Generationengerechtigkeit ohne Tabus verfolgen.

Das optimale Instrument sahen wir in der Bildung einer Wählergemeinschaft, die frei und ideologieunabhängig und mit ganzer Kraft nur auf kommunaler Ebene agieren konnte. Ein demokratischer Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern aus der Mitte der Gesellschaft, gegründet von Frauen und Männer aus allen Berufsgruppen, Stadtteilen und sozialen Schichten, geeint durch die gemeinsame Sorge um eine gute Zukunft für unsere Stadt und die Bereitschaft, sich in politische Entscheidungsprozesse einzumischen.

Unsere grundlegenden Vorstellungen zur Essener Stadtpolitik hatte Udo Bayer im „Essener Bürger-Manifest“ formuliert. Zu den Kommunalwahlen 2009 und 2014 wurde jeweils eine aktualisierte Fassung einer „Essener Erklärung“ verfasst.

Als Fraktionsvorsitzender führte Udo Bayer das EBB sehr erfolgreich programmatisch und organisatorisch durch die Kommunalwahlkämpfe. Zur Kommunalwahl 2014 wurde erstmalig ein aus seiner Feder stammendes umfangreiches Kommunalwahlprogramm verabschiedet. Durch die Wahlerfolge bei den Kommunalwahlen 2004, 2009 und 2014 ist das ESSENER BÜRGER BÜNDNIS (EBB) jeweils in Fraktionsstärke in den Rat sowie in alle 9 Bezirksvertretungen eingezogen. Seitdem sind wir ein unbequemer Stachel im Fleisch der etablierten Parteien.